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In der neuen Ausgabe unserer Zeitschrift Neustart: Christian Ahlers von der DRV Westfalen über den Betriebsservice Gesunde Arbeit

05.12.2011
Christian Ahlers von der DRV Westfalen über den Betriebsservice Gesunde Arbeit Drei Jahre lang konnten sich Unternehmen in ausgewählten Modellregionen zu allen Fragen der Gesundheit in der Arbeitswelt an betriebliche Lotsenstellen wenden. Das bundesweite Modellprojekt „Gesunde Arbeit“ eröffnete vor allem für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) neue Möglichkeiten zur Nutzung präventiver und rehabilitativer Dienstleistungen.
Die DRV Westfalen war an dem Projekt beteiligt, hat die Erfahrungen konstruktiv umgesetzt und als neue Beratungsleistung in das Regelangebot aufgenommen: Seit dem 1. Februar 2011 bietet der neue Betriebsservice Gesunde Arbeit Unternehmen in Westfalen ein komplexes Beratungsangebot in den Bereichen Betriebliche Gesundheitsförderung, Betriebliches Eingliederungs- und Gesundheitsmanagement sowie Demografiemanagement.

Gesunde, leistungsfähige und engagierte Mitarbeiter sind wichtig für jedes Unternehmen – krankheitsbedingte Ausfälle und Minderleistung stellen speziell KMU vor Probleme. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, der verlängerten Lebensarbeitszeit oder der Umsetzung neuer Richtlinien und Gesetze zum Arbeitsschutz und zum Gesundheitsmanagement gewinnt die Auseinandersetzung mit dem Thema Gesundheit am Arbeitsplatz eine zentrale Bedeutung für den unternehmerischen Erfolg.

Oft reichen schon kleine Veränderungen am Arbeitsplatz oder in der Arbeitsorganisation aus, um die Leistungsfähigkeit von Beschäftigten nachhaltig zu stärken. Die betriebliche Prävention übernimmt dabei eine besondere Rolle. Voraussetzung ist die frühzeitige Erkennung gesundheitlicher Risiken. Denn: Je früher vorgebeugt wird und Gefährdungen erkannt werden, desto geringer sind die Kosten, die für die Wiedereingliederung aufzuwenden sind.

In Deutschland existiert ein engmaschiges soziales Netz mit vielen kompetenten Anbietern. Die Träger von Prävention und Rehabilitation sowie das Integrationsamt und die Integrationsfachdienste können qualitativ hochwertige Leistungen anbieten und umsetzen. Doch ungeachtet der Tatsache, dass die Übergänge in den Zuständigkeiten vorwiegend klar geregelt sind, ergeben sich Schnittstellen, die häufig nicht richtig funktionieren und zu Zeitverzögerungen führen – mit zum Teil fatalen Folgen für Betroffene!

Viele KMU sind über Unterstützungsmöglichkeiten nicht informiert, arbeitsmedizinisch oft ungenügend betreut, selten gewerkschaftlich organisiert. Zahlreiche Träger und Dienste haben zu ihnen keinen Zugang, gute Angebote kommen dort nicht an, Chancen bleiben ungenutzt. Unternehmen wünschen sich, das haben wissenschaftliche Erhebungen bewiesen, schnelle und unbürokratische Hilfe aus einer Hand.
Aus dieser Idee heraus agiert der Betriebsservice Gesunde Arbeit. Für alle gesundheitlichen Fragestellungen im Betrieb erhalten Unternehmen einen verantwortlichen Ansprechpartner, der im Rahmen kostenloser und aufsuchender Beratung die konkreten Anliegen klärt und für eine ganzheitliche und nachhaltige Umsetzung der gewünschten Maßnahmen sorgt.

Der Betriebsservice Gesunde Arbeit vermittelt passende Instrumente für die jeweilige Problemlösung. Mit seinen Leistungen und einem kompetenten Netzwerk aus Leistungsträgern, Fachdiensten, Verbänden und Dienstleistern ist er Garant für qualifizierte Unterstützung.

Die Arbeit lohnt sich: Ein optimiertes Gesundheitsmanagement im Unternehmen führt nachweislich zu einem Rückgang krankheitsbedingter Fehlzeiten und zu einer Steigerung der Produktivität. Leistungsfähige und motivierte Beschäftigte ermöglichen es Unternehmern und Führungskräften, sich auf ihre Kernaufgaben zu konzentrieren. Dies sichert Kundenzufriedenheit und Verlässlichkeit des Unternehmens. Ein funktionierendes Gesundheitsmanagement kann zudem ein effizientes Mittel zur Mitarbeiterbindung oder zur Neugewinnung von Fachkräften sein. Auch der Beschäftigte profitiert: Persönliches Wohlbefinden, Gesundheit und Zufriedenheit am Arbeitsplatz ermöglichen den nachhaltigen Erhalt der Arbeitskraft – nicht nur am Arbeitsplatz!

Zur 2. Ausgabe 2011 von Neustart...

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