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Werbefoto für den Informationsbereich Aktuelles in den Berufsförderungswerken BFW Bad Pyrmont und BFW Weser-Ems
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BFW Weser-Ems kommt blinden Menschen entgegen


Neues Beratungszentrum für blinde und sehbehinderte Menschen im BFW Weser-EmsBookholzberg (nwz). Ein neues Beratungszentrum für blinde und sehbehinderte Menschen nimmt seine Arbeit auf. Wenn es gut anläuft, steigt das Bookholzberger BFW in die Ausbildung von Sehbehinderten ein.



Von Martin Kolloge (NWZ)

Zum Start gab’s schon mal Vorschusslorbeeren. Als einen „richtigen, zukunftsweisenden Schritt“ in Richtung Inklusion hat Gitta Lampersbach, Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, am Mittwoch gewürdigt, was die Berufsförderungswerke (bfw) aus Düren und Bookholzberg jetzt gemeinsam bieten: ein Beratungszentrum für Blinde und Sehbehinderte in Bookholzberg. Mit einer Feierstunde fiel am Mittwoch der „Startschuss“.

Sehbehinderte und Blinde müssten bislang teilweise „verdammt weit reisen“, wenn sie zum Beispiel wegen einer Umschulung Beratung bräuchten, sagte Jörg Barlsen, Geschäftsführer in Bookholzberg. Entsprechende Angebote gebe es erst in Hamburg, Hannover, Soest – oder eben in Düren.

Mit dem neuen Zentrum verfolgen die beiden Berufsförderungswerke das Ziel, die Hilfe möglichst nahe an Betroffene heranzubringen. Das Konzept: Das BFW Düren, das sich seit Jahren als Spezialeinrichtung auf die Hilfsmittelversorgung und Ausbildung von blinden sowie sehbehinderten Menschen spezialisiert hat, kooperiert mit dem bfw Bookholzberg, das in unserer Region gut vernetzt ist mit Unternehmen und sozialen Dienstleistern.

In einer Anfangsphase werde man in Bookholzberg eine Beratung nach Bedarf bieten, mindestens aber einmal im Monat, sagte Hartmut Kostens (Marketing). Sobald das Zentrum gut angelaufen sei, solle in Bookholzberg auch Ausbildung von Sehbehinderten stattfinden – zum Beispiel zum Bürokaufmann.

Bei den „typischen“ Berufsfeldern für Blinde und Sehbehinderte habe es in den vergangenen Jahrzehnten einen gravierenden Wandel gegeben, berichtete Dr. Hans-Joachim Zeißig, Geschäftsführer des Berufsförderungswerks in Düren. Handwerkliche Berufsfelder wie die des Pinselmachers oder des Korbflechters mit qualitativ hochwertigen Produkten seien etwa in den 1980er Jahren mit zunehmender Computerisierung weggebrochen.

Foto: Kolloge/NWZ